„Ganz schön steil“ – das war mein erster Gedanke, als ich meinen ersten Downhill-Trail sah. „Und da soll ich nun runter?!“ – nun gut, wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Unser erster Downhill-Tag begann am Rabbit Sports by Hasenauer um halb 9 Uhr morgens.

Eingekleidet mit Protektoren, Langarmshirt, Schienbeinschützer bis über die Knie und einem Integralhelm fühlten wir uns gut gerüstet und geschützt. Fritz Steger, vom Hotel Hasenauer und unser Guide für den Tag, holte uns ab und nachdem wir von Hansi, dem Besitzer des Rabbit Sports by Hasenauer jeweils ein Downhill Bike bekommen hatten, ging es los nach Saalbach zur Kohlmeisbahn.

Pünktlich mit der ersten Bahn fuhren wir hoch bis zur Mittelstation zum Start der Milka Line. Dabei stellte sich schon die erste Herausforderung dar: das Einsteigen mit dem Bike. Hochkant am Lenker genommen, schachtelten wir uns zu fünft in eine Kabine. Oben angekommen, gab es von Fritz dann die ersten Instruktionen:

 

  • Sattel tief stellen – denn gefahren wird im Stehen oder man schiebt, dazwischen gibt es nichts!
  • Oberkörper parallel zum Boden halten!
  • Gewicht auf dem Vorderreifen und die Brust Richtung Lenker zeigen lassen!
  • Wichtig die Gorillaposition der Arme – Ellenbogen nach außen und schön nach vorne beugen!
  • Pedale parallel zum Boden stehen – am Anfang die sicherste Lösung!
  • Gebremst wird jeweils mit einem Finger und am besten schön regelmäßig & gleichzeitig!

 

Fünf Minuten später ging es dann einfach bergab! Anfangs doch sehr vorsichtig und eher langsam. Je mehr wir aber den guten Bremsen der Downhill Bikes vertrauten, desto besser kamen wir in den „Flow“, wie die Downhill Biker das Gefühl des Bewegungsflusses nennen. Fritz’ essentiellster Tipp folgte bald: „Schaut nach vorne, vor allem bei den Kurven.“ Und das half wirklich, die Kurven besser zu lesen, zu fahren und zu genießen.

 

Unserer Tour ging weiter mit dem Schattberg Express nach oben mit dem Ziel „Hacklberg Trail“, eine von Fritz’ Lieblingsstrecken. Dieser wunderschöne, naturbelassene Panoramatrail startet am Westgipfel. „Den Hacklberg Trail muss man sich aber erst verdienen.“, meinte Fritz. Und so war es auch: Ungefähr 10min steil bergauf schoben wir unsere Bikes zum Gipfel. Oben angekommen wurden wir nicht nur mit einem 360 Grad-Bergpanorama-Ausblick belohnt, sondern auch mit der Vorfreude auf einen 10km langen und 1000 Höhenmeter Singeltrail – die flowige Kombination aus Hacklberg Trail und Buchegg Trail bis hinunter nach Hinterglemm. Mit mehreren kleinen Pausen, die Landschaft genießend fuhren wir vorbei an  Heidelbeersträuchern, über Stock und Stein, Wurzeln und Hölzer, durch Wälder und Wiesen.

Ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis, bei dem man einfach komplett abschalten kann – volle Konzentration beim Fahren und immer wieder die atemberaubende Natur. Fritz verriet uns, dass er in diesen Genuss eigentlich jeden Tag kommt: entweder fährt er den Hacklberg Trail mit seinen Gästen oder noch selbst nach Feierabend. Nach ungefähr einer Stunde waren wir unten angekommen und fuhren zum Abschluss noch zum Zwölferkogel zur Z-Line, die mit kleinen Rampen schon ein bisschen mehr Herausforderung bieten konnte. Heil und ein kleines bisschen fertig kamen wir mittags beim Rabbit Sports by Hasenauer an und konnten glücklich & zufrieden unsere Ausrüstung wieder unversehrt übergeben.

Unser Fazit: Ein halber Tag reicht zum Starten völlig aus, da Konzentration und Kraft doch recht schnell nachlassen. Für alle – auch Kinder ab ca. 8/9 Jahren – ist es wirklich ein unvergessliches Erlebnis, das jeder probieren sollte, der Moutainenbiken und bisschen Action mag.

 

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